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Buildings on Standby
Hendrikje Alpermann studierte Ethnologie in Leipzig, Halle (Saale) und Tbilisi sowie Soziokulturelle Studien an der Europa-Universität Viadrina und der École d’Urbanisme de Paris. Ihr Interesse gilt dem städtischen Alltag sowie den prozessualen Verschränkungen von Architektur, Stadtplanung und Gesellschaft. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung und am Institut für Geografie und Nachhaltigkeit der Universität Lausanne sowie in der Hochschulleitung der Europa-Universität Viadrina tätig. Sie initiierte und leitete das transdisziplinäre Festival „wohn_komplex“ zum 60-jährigen Jubiläum von Halle-Neustadt (gemeinsam mit Sabine Strobler und Karoline Stegemann).
Artists Unlimited ist Künstler*innen und Residency Initiative in Bielefeld. Seit 1985 bietet der Verein in einer alte Papierfabrik Platz zum gestalterischem Arbeiten und gemeinsamen Wohnen. Bisher erhielten über 100 Künstler:innen ein dreimonatiges Arbeitsstipendium des internationalen Gastateliers, in der eigenen Galerie waren seit 1987 bereits 400 Ausstellungen zu sehen.
Gilles Aubry ist ein Schweizer Künstler, Musiker und Forscher, der in Berlin lebt und an der Schnittstelle von visueller Kunst, Sound und Forschung arbeitet. Der Fokus seiner Produktionen, Kompositionen, Installationen, Filme und Performances liegt auf Klangmaterialität, Kolonialität und Ökologie. Seine Soundprojekte wurden auf internationalen Ausstellungen wie der documenta 14 und im Museo Reina Sofía gezeigt. Er hat einen MA in Sound Art von der UdK Berlin und einen PhD in Sozialanthropologie von der Universität Bern.
Lisa Anne Auerbach führt von ihrem Haus in Los Angeles aus ein bescheidenes Propaganda-Imperium. Sie strickt aufrührerische Pullover und Banner, macht Fotos von übersehenen Sehenswürdigkeiten und bringt kleine Publikationen in die große Welt. Einzelausstellungen hatte sie unter anderem in der Gavlak Gallery, Los Angeles; bei Printed Matter und im University of Michigan Museum of Art.
Michael Baers ist Künstler und Autor, dessen Arbeit sich auf die Schnittstellen zwischen künstlerischer Praxis, institutioneller und staatlicher Politik sowie nationaler/internationaler Politik konzentriert. Seine Arbeiten entstehen oft aus mündlichen Überlieferungen und anderen Formen der Forschung. Im Jahr 2014 schloss er seine Promotion im Rahmen des praxisorientierten Doktoratsprogramms an der Akademie der bildenden Künste in Wien ab. Seit 2020 ist Baers assoziierter Forscher am Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO) in Berlin.
Thomas Baldischwyler arbeitet mit wechselnden Medien (Musik, Film, Fotografie, Collage, Malerei, Installation) je nach Thema und Kontext. Zu seinem Arbeitsprozess gehören Verweise auf kulturhistorische Ereignisse, in denen subjektive Rahmenbedingungen der Geschichtsschreibung verortet sind. Seine Arbeiten sind in zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. 2010 erhielt er den Förderpreis des Westfälischen Kunstvereins Münster und 2017 den Hamburger Edwin-Scharff-Preis. Nach längeren Residenzen in Basel, Rom und Venedig lebt und arbeitet er seit 2022 wieder in Hamburg und betreibt dort u.a. das Künstlerschallplattenlabel Travel By Goods.
Katherine Ball ist ein Lebensraum für Pilze und Bakterien auf dem Planeten Erde. Ihre künstlerischen Interventionen widmen sich der Kunst des Lebens auf einem geschädigten Planeten und denken die Infrastruktur des Alltags neu. Dazu gehörten unter anderem: das Leben auf einer netzunabhängigen schwimmenden Insel, der Bau von Pilzfiltern zur Reinigung eines verschmutzten Sees, eine Radtour quer durch die USA auf der Suche nach „Lösungen“ für die Klimakrise sowie das Lernen von der Natur, um das biologische Pendant zum zivilen Ungehorsam zu entdecken.
Katherine hat einen Master of Fine Arts in Social Practice von der Portland State University und studierte an der School of Walls and Space in Kopenhagen. Sie ist Gründungsmitglied der „Floating“ Berlin seit 2018.
Sandra Bartoli ist Architektin und Landschaftsarchitektin. Ihre Forschung konzentriert sich auf Orte, an denen Natur und Stadt miteinander verflochten sind, wie beispielsweise der Tiergarten in Berlin, ein transgressives Beispiel für einen Ort, der zu neuen Definitionen und Modellen dessen führt, was unter den Herausforderungen des Anthropozäns „urban” ist. 2019 gab Bartoli gemeinsam mit Jörg Stollmann das Buch „Tiergarten. Landscape of Transgression” (Park Books) heraus. Von 2017 bis 2018 begann Bartoli als Stiftungsprofessorin für Visionäre Stadtformen am Institut für Kunst und Architektur der Akademie der bildenden Künste Wien mit der Arbeit am Forschungsthema „Die zukünftige Naturgeschichte der Stadt”. Bartoli ist derzeit ordentliche Professorin an der Fakultät für Architektur der Hochschule München.
Anke Becker ist bildende Künstlerin und arbeitet seit 1991 in Berlin. Ihre künstlerische Arbeit reicht von konzeptuellen Zeichnungen und Installationen über visuelle Poesie bis hin zu partizipativen Projekten. Sie beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit der An- und Abwesenheit von Sprache, Linie und Text. Sie ist Gründerin des internationalen Kunst- und Ausstellungsprojekts Anonyme Zeichner, betreibt den Blog für visuelle Poesie Economicwords und ist Gründungsmitglied des Damensalons, eines Künstlerinnennetzwerks mit monatlichen Salonabenden und wechselnden Gästen.
Jochen Becker arbeitet als Autor, Kurator und Dozent und ist Mitbegründer von metroZones | Center for Urban Affairs und der station urbaner kulturen/nGbK. Er kuratierte „Chinafrika. under construction“ (Graz, Leipzig, Weimar, Shenzhen, Nürnberg) und begleitete den Umzug des Düsseldorfer Theaters FFT kulturpolitisch, konzeptionell sowie kuratorisch (2017–2022). Becker ist aktiv in der Initiative Urbane Praxis.
Marieke Behne studierte Architektur an der HafenCity Universität Hamburg, arbeitete dort im Arbeitsgebiet Architektur und Stadt. Sie promovierte zu Wirkweisen von Erfahrungswissen der Architektur am Beispiel selbstorganisierter Wohnprojekte und ist Mitbegründerin von projektbüro Hamburg.
Frieder Bohaumlitzky ist Designer, Kurator und Politikwissenschaftler. Er gestaltet, forscht und lehrt zur politischen Relevanz von materieller Kultur. Von 2017-2019 war er Teil des Projektbüros Friedrich von Borries in Berlin, von 2020-2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Designforschung an der HAW Hamburg. Seit 2023 betreibt er gemeinsam mit Ina Römling und Torben Körschkes studio lose, das sich kollaborativ und spekulativ der Gestaltung von soziopolitischen Verhandlungsräumen widmet.
Andreas Brandolini studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin (1973–1979), arbeitete als Designer und Architekt bei "Produktentwicklung Roericht" in Ulm (1979–1981). Brandolini war Mitbegründer des avantgardistischen Neuen deutschen Designs der 1980er Jahre. Mit seinem „Deutschen Wohnzimmer“ auf der documenta 8 setzte er Maßstäbe. 1986–1993 betrieb er sein eigenes Designstudio in Berlin. Ende der 1980er Jahre gründete Brandolini mit Jasper Morrison und Axel Kufus das Büro „Utilism International“, dessen Schwerpunkt Ausstellungsdesign und Stadtplanung war. Brandolini war Mitherausgeber von „Kaufhaus des Ostens“ im Jahr 1984.
Amélie Brisson-Darveau ist Künstlerin, Forscherin und Doktorandin mit Sitz in Tiohtià:ke/Montréal. In ihrer Arbeit untersucht sie die strukturellen Eigenschaften von Schatten in Literatur, Kunst, Performance, Kino und Urbanismus.
Christoph Brunner hat einen Hintergrund in Kultur- und Medienwissenschaften sowie in kontinentaler Philosophie. Er untersucht die Beziehungen zwischen Medien, Ästhetik und Politik mit einem besonderen Interesse an post- und dekolonialer Kritik des westlichen Denkens und einer posthumanistischen Dezentrierung des Individuums. Er war Juniorprofessor für Kulturtheorie an der Leuphana Universität Lüneburg (2016-2023), seit 2023 ist er Assistenzprofessor an der School of Philosophy der Erasmus-Universität Rotterdam.
Paul Buckermann ist Soziologe, Kulturmanager und Autor und beschäftigt sich mit den Schnittstellen zwischen Kunst, Wissenschaft und Politik. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist er als Kulturjournalist tätig und verfasst Essays und Rezensionen für Publikationen wie u.a. WOZ, Jungle World, Texte zur Kunst. Als Kulturmanager und Kulturvermittler hat er in Institutionen wie Artists Unlimited, Neubad Luzern, Heidelberger Kunstverein, Oval Office Bar, KoFabrik und Künstlerhaus Dortmund gearbeitet.
Lucius Burckhardt (1925- 2003) war Dr. phil. im Bereich der Soziologie. Nach einer Gastdozentur an der Hochschule für Gestaltung in Ulm 1959 übernahm er 1961–73 mehrere Lehraufträge und später Gastdozenturen für Soziologie an der Architekturabteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Gleichzeitig arbeitete er 1962–72 als Chefredakteur der Zeitschrift „Werk“. 1976–83 war Lucius Burckhardt erster Vorsitzender des Deutschen Werkbundes, ab 1973 lehrte er als Professor für Sozioökonomie urbaner Systeme an der Gesamthochschule in Kassel. Er war 1987–89 Mitglied des Gründungsbeirates der Hochschule der Bildenden Künste Saar und 1992–94 Gründungsdekan der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar. Sein Werk wurde 1994 mit dem Hessischen Kulturpreis für herausragende Leistungen in Kunst, Wissenschaft und Kulturvermittlung, 1995 mit dem Bundespreis Förderer des Designs und 2001 mit dem Designpreis Schweiz gewürdigt.
Oliver Clemens ist Architekt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind gemeinschaftliche Hausprojekte, preisgünstiger Mieterwohnungsbau, partizipative Planung und gemeinwohlorientierte Stadt- und Immobilienentwicklung. Als Mitglied des Planungsteams ExRotaprint gGmbH arbeitet er an der Sanierung und Entwicklung des denkmalgeschützten Areals in Berlin Wedding. Gemeinsam mit Sabine Horlitz leitet er das studio CHplus.
Florian Conradi ist Designer und Forscher, der Design und kritische Theorien als Ansatz für die Designforschung miteinander verbindet. Er ist Co-Leiter der Forschungsgruppe „Design, Diversity and New Commons“ an der Universität der Künste Berlin im Rahmen des Weizenbaum-Instituts.
Darko Cvijetić wurde 1968 in Ljubija Rudnik in Bosnien-Herzegowina geboren. Er schreibt Gedichte und Kurzgeschichten, ist Regisseur und Dramatiker am Theater in Prijedor. Seine Gedichte wurden ins Französische, Englische, Deutsche, Slowenische, Hebräische, Albanische, Ungarische, Polnische, Mazedonische und Jiddische übersetzt. Seit 2013 gibt er den Literaturblog Hypomnemata heraus. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums von Bosnien und Herzegowina, des Schriftstellerverbands von Bosnien und Herzegowina und des Kroatischen Schriftstellerverbands.
Die Deichtorhallen Hamburg widmen sich der zeitgenössischen Kunst und der Fotografie. Mit ihren drei Häusern – Halle für aktuelle Kunst, Haus der Photographie und Sammlung Falckenberg – sind eines der größten Ausstellungshäuser dieser Art in Europa.
Die Deichtorhallen treten regelmäßig als Herausgeber oder Mitherausgeber von Katalogen zu den Ausstellungen der Triennale der Photographie auf. Bei der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 mit dem Titel Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other publizieren die Deichtorhallen eine Box, die zwölf Publikationen Hamburger Institutionen und Museen vereint.
Martina della Valle entwickelt Bilder, Situationen und Fotografien. Einer Dunkelkammer gleich baut ihre künstlerische Forschung auf Grundlagen fotografischer Techniken auf. In ihren Recherchen arbeitet sie mit verschiedenen Medien, die sie mit kollaborativen Arbeitsformaten verknüpft, um ortsspezifische Installationen und Druckerzeugnisse herzustellen.
Marion Digel ist Industriedesignerin und Professorin für Grundlagen des Industriedesigns und Grunddesign an der Folkwang Universität der Künste. Sie studierte an der University of Connecticut, erwarb ihr Diplom in Industriedesign an der UdK, Berlin und leitete ihr Designstudio designmariondigel in Nürnberg und später in Köln (1992–2006). An der Folkwang Universität der Künste war sie von 2007 bis 2012 Leiterin des Fachbereichs Industriedesign und von 2013 bis 2019 Dekanin der Fakultät für Design. Marion Digel war Mitbegründerin des Graduiertenprogramms „Heterotopia“, wo sie das Studio für räumliche Beziehungen leitete.
Markus Dorfmüller ist Fotograf mit einem Fokus auf Architektur- und Stadtfotografie. Er lebt und arbeitet in Hamburg.
Knut Ebeling ist Philosoph, Medientheoretiker und Kunstkritiker. Seit 2009 ist er Professor für Medientheorie und Ästhetik im Fachgebiet Theorie und Geschichte an der weißensee kunsthochschule berlin. Er lebt und lehrt in Berlin.
Ignacio Farías ist Professor für Stadtanthropologie am Institut für Europäische Ethnologie und Direktor des Georg-Simmel-Zentrums für Stadtforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er arbeitet an der Schnittstelle zwischen Sozial- und Kulturanthropologie, Wissenschafts- und Technikforschung sowie Stadtforschung. Farías versteht Ethnografie als eine kreative, experimentelle Praxis der Stadtgestaltung.
Daniel Martin Feige lehrt als Professor für Philosophie und Ästhetik in der Fachgruppe Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Jesko Fezer arbeitet als Architekt, Autor, Designer, Künstler und Ausstellungsgestalter. In Kooperation mit ifau (Institut für angewandte Urbanistik) realisierte er Architekturprojekte und ist Mitbegründer des Forschungs- und Ausstellungsgestaltungsstudios „Kooperative für Darstellungspolitik“. Er ist Professor für Experimentelles Design an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Er ist Mitherausgeber von „An Architektur“ und Teilhaber der Berliner thematischen Buchhandlung „Pro qm“. Im adocs Verlag ist er Mitherausgeber der Reihe „Studienhefte problemorientiertes Design“.
Kim Förster arbeitet als Autor, Forscher und Dozent.Seit 2019 ist er an der Universität Manchester im Fachbereich Architektur der School of Education, Environment, and Development (SEED) als Architekturhistoriker, Forscher und Dozent tätig. Sein transdisziplinärer Schwerpunkt liegt auf den Umwelt- und Energiegeisteswissenschaften, einschließlich politischer, wirtschaftlicher, ökologischer und geologischer Aspekte von Klima, Energie, Materialien und Umweltverschmutzung.
Chup Friemert wurde 1947 in Westhausen geboren. Er lebt in Hamburg und Süderstapel. Er studierte Produktgestaltung an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart, Experimentelle Umweltgestaltung an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Braunschweig sowie Publizistik, Philosophie und Volkswirtschaft an der Freien Universität Berlin. 1977 machte er sein Diplom an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Braunschweig mit der Arbeit „Humanisierung der Arbeit und Gewerkschaften“. Ab 1971 lehrte Friemert an verschiedenen Hochschulen zu Warenästhetik, Designgeschichte und Designtheorie. Von 1984 bis 2012 war Chup Friemert Professor für Designgeschichte und Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.
Hermann Funke (1932–2023) studierte von 1952 bis 1956 Architektur und Stadtplanung an der TH Braunschweig, 1956 legte er sein Diplom bei dem Stadtplaner Johannes Göderitz ab, 1965 promovierte er mit der Arbeit „Bürogebäude + Bürobetrieb“ an der TH Braunschweig. Er war Mitarbeiter am Lehrstuhl und im Büro Friedrich Wilhelm Kraemer sowie im Büro des Architekten Godber Nissen in Hamburg. Ab 1965 war er freiberuflich als Architekt, Planer und Journalist in Hamburg tätig. 2002 beendete er seine Berufstätigkeit.
Rahima Gambo ist eine Multimedia-Künstlerin. Sie studierte Sozialwissenschaften in Manchester und London und Journalismus in New York City. Nachdem sie als Fotojournalistin gearbeitet hatte, kehrte sie nach Abuja, Nigeria, zurück und begann ihre künstlerische Karriere mit Videos, die in räumliche Installationen eingebettet sind, darunter Zeichnungen, Fotografien, Fundstücke und Pflanzen.
Sebastian Goldschmidtböing ist Designer und Forscher, lebt und arbeitet in Köln und Essen. Er hat einen Hintergrund als Meister des Handwerks und mehrere Jahre Erfahrung in Forschung und Entwicklung für die deutsche Automobilindustrie. Er studierte Design an der Design Academy Eindhoven (BDes) sowie an der Universität der Künste Berlin (M.A.). Er arbeitete für Designstudios wie Aldo Bakker Studio (Amsterdam) und Studioilse (London). Seit 2017 forscht, arbeitet und lehrt Sebastian Goldschmidtböing an der Fakultät für Industrielles Design der Folkwang Universität der Künste Essen.
Philipp Goll absolvierte eine Ausbildung in Medienwissenschaften, Slawistik und Europäischer Ethnologie sowie eine Promotion in Kulturwissenschaften. Er ist freiberuflicher Autor und Kulturforscher, inspiriert von künstlerischer Forschung, nicht-hegemonialen Wissenspraktiken und Tanz.
Erik Göngrich ist Künstler, Architekt und Kurator. Seine Skulpturen, Performances, Installationen, Fotografien und Publikationen reflektieren Nutzungen und Veränderungen des städtischen Raumes. Mit der Berliner Mitkunstzentrale im Haus der Statistik initiierte er eine Werkstatt kollektiver Wissensproduktion. Durch das Recyceln von Materialien, Ideen und Geschichten thematisieren seine Arbeiten Materialkreisläufe, Kunst, Öffentlichkeit und Gesellschaft in Zeiten des Klimanotstandes.
Jon Goodbun lehrt am Royal College of Art London (MA Environmental Architecture), an der University of Westminster (MSc Advanced Environmental Design) und an der UCL Bartlett (MArch). Seine Publikationen umfassen Beiträge zur ökologischen Systemtheorie, zum Raumwissen und zur Architektur des erweiterten Geistes.
Matthias Görlich ist Kommunikationsdesigner. Er ist Professor für Kommunikationsdesign / Informationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit 2000 arbeitet er mit seinem Studio im Bereich Gestaltung und Konzeptentwicklung u. a. für diverse Kunst- und Kulturinstitutionen im In- und Ausland, die UNRWA (United Nations) in Jordanien, Estudio Teddy Cruz in San Diego und Cohabitation Strategies in New York. Er ist Mitherausgeber von „Institution Building“ zu räumlichen Strategien von Kunstinstitutionen (mit Nikolaus Hirsch, Philipp Misselwitz und Markus Miessen) sowie der „Civic City Cahiers“ zur Rolle des Designs in der Entwicklung einer sozialen Stadt (mit Jesko Fezer). Im adocs Verlag ist er Mitherausgeber der Reihe „Studienhefte problemorientiertes Design“.
Justus Griesenberg ist Architekt. Als Mitarbeiter im Arbeitsgebiet Architektur und Stadt der HafenCity Universität Hamburg entwickelte er gemeinsam mit Marieke Behne und Christoph Heinemann „Kooperative Standards“ für eine situative Architektur.
Markus Grob (1952–2021) reiste 1972/73 nach Afghanistan, begann ein Studium der Islamwissenschaft (das er jedoch nicht abschloss) und reiste 1976/77 nach Ägypten. Ab 1978 studierte er Architektur in Zürich; 1984 erhielt er sein Diplom an der ETH und begann seine erste architektonische Tätigkeit mit der Sanierung des Hauses S. in Zug. Ab 1988 arbeitete er in Wien als Architekt im Büro von Adolf Krischanitz. 1996 war er Stipendiat an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart; anschließend wurde er auf den Lehrstuhl für Architektur an der HFG Karlsruhe berufen und arbeitete mit einem Architekturbüro in Zürich zusammen. Seit 1999 schuf er Bühneninstallationen für die Performancegruppe „Die Bairishe Geisha“ in München; 2001 schloss er die Sanierung eines Wohnhauses in Barcelona ab; 2004 kuratierte er die Ausstellung „Kannitverstan“ im Badischen Kunstverein in Karlsruhe; und 2008 leitete er die Sanierung eines Stadthauses in Hamburg-St. Pauli. In den Jahren 2012/13 hielt er an der Kunsthochschule Weißensee eine Wintervorlesung über das Verhältnis von Architektur, städtischem Raum und Politik in den Zeiträumen 1789 ff., 1918 ff. und 1948 ff. Veröffentlichungen: „Tun der Architektur“, Grundzüge der Architekturtheorie, Edition Solitude 1996; „Gründe, dass es eine Stadt nicht mehr geben kann“, zum Problem der postfeudalen Stadtplanung, Raketenstation Hombroich 2004.
Anke Hagemann ist Architektur- und Stadtforscherin. Seit 2021 ist sie kommissarische Professorin am Lehrstuhl für Internationalen Urbanismus und Design (Habitat Unit) der TU Berlin. Zuvor lehrte sie unter anderem an der ETH Zürich, der HCU Hamburg und der BTU Cottbus. Zu ihren aktuellen Forschungsthemen zählen der globale Warenumlauf und der städtische Raum, Metabolismen zwischen Stadt und Land sowie die erweiterte Urbanisierung und die Mitgestaltung in strategischen Planungsprozessen.
Moritz Hannemann studierte Theater- und Literaturwissenschaft. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Theaterwissenschaftlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum und Dramaturg am Forum Freies Theater (FFT) Düsseldorf. Er war beteiligt an der Konzeption des Stadtlabors „Place Internationale“, das den Umzug des FFT mit dem 150-jährigen Jubiläum der Pariser Kommune verband. In diesem Rahmen konzipierte er gemeinsam mit Klaus Ronneberger und Laura Strack die „Lefebvre-Werkstatt“, aus der die Publikation „Baustelle Commune“ hervorging. Seit der Spielzeit 2024/2025 ist er Dramaturg am Schauspielhaus Bochum.
Christian Hanussek arbeitet als Künstler, Autor sowie Kurator und ist Mitglied von metroZones – Center for Urban Affairs in Berlin. Er studierte Malerei und Kunsttheorie an der Städelschule Frankfurt sowie bei „Ateliers ’63“ in Haarlem, Niederlande. Seine künstlerische Arbeit umfasst und verbindet Malerei und Zeichnung sowie Film und Video.
Gabu Heindl ist Professorin und Leiterin des Fachgebiets „Architektur Stadt Ökonomie – Bauwirtschaft und Projektentwicklung“ an der Universität Kassel. Als Architektin und Stadtplanerin betreibt sie das Büro GABU Heindl Architektur in Wien. Sie praktiziert, forscht und publiziert mit dem Fokus Wohnen, öffentlicher Raum und Verteilungsfragen in Architektur und Stadtplanung. Zuletzt erschienen die Monografie „Stadtkonflikte. Radikale Demokratie in Architektur und Stadtplanung“ (2020) und der Studienbericht „Gerechte Stadt muss sein!“ (2022).
Christoph Heinemann ist Architekt und seit 1998 Mitglied des Instituts für angewandte Urbanistik (ifau). Als Professor im Arbeitsgebiet Architektur und Stadt an der HafenCity Universität Hamburg (2017–2022) setzte er sich mit situativen und relationalen Dispositionen im urbanen Handlungsraum auseinander.
Marcel Hénaff (1942–2018), Philosoph und Anthropologe, war Professor an der University of California in San Diego. Er ist Autor von „Der Preis der Wahrheit. Gabe, Geld und Philosophie“ (2009), für das er im französischen Original 2002 mit dem Grand Prix Moron der Académie française bedacht wurde.
Naomi Hennig lebt und arbeitet als Kulturproduzentin in Berlin und London. Sie ist an verschiedenen Modellen kollaborativer Kulturproduktion beteiligt, darunter nGbK und District Berlin. Im Rahmen ihres PhD-Projekts forscht sie zur Geopolitik des Neoliberalismus und deren räumlich-ökologischen Implikationen.
Paula Hildebrandt ist Autorin und Filmemacherin, die in ihren Arbeiten performative Aktion, experimentelles Schreiben und Fotografie verbindet. Sie studierte Politikwissenschaft an der FU Berlin, Global Political Economy an der University of Sussex und „Brokering Cross-Sector Partnerships“ in Cambridge. Von 2002 bis 2007 war sie als Projektmanagerin für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) tätig. Sie war Mitbegründerin des interdisziplinären Nachhaltigkeitsnetzwerks „3plusX“ und Co-Kuratorin von „Über Lebenskunst“ am Haus der Kulturen der Welt in Berlin. An der HCU Hamburg koordinierte sie das Graduiertenprogramm „Performing Citizenship“ (2015–2017).
Carolin Höfler ist Professorin für Designtheorie und -forschung an der Köln International School of Design (KISD) der Technischen Hochschule Köln. Seit 2018 ist sie Sprecherin des interdisziplinären Forschungszentrums „Echtzeitstadt – Real-Time City“ an der Technischen Hochschule Köln, das sie mitbegründet hat.
Helmut Höge ist freier Autor und Aushilfshausmeister bei der Tageszeitung „taz“. Er lebt in Berlin und schreibt regelmäßig in seinem Blog „Hier spricht der Aushilfshausmeister!“ sowie die Kolumne „Wirtschaftsweisen“ („taz Berlin“) und die Kolumne „Wirtschaft als das Leben selbst“ („Junge Welt“). Zuletzt publizierte er den 11. Band seiner Tierbuch-Reihe „Kleiner Brehm“ über Rabenvögel (Peter Engstler Verlag) sowie 2018 „Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung“ (Westend Verlag). 2014 wurde er mit dem Ben-Witter-Preis ausgezeichnet.
Sabine Horlitz ist Archetektin und Stadtforscherin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der kritischen Stadtforschung, mit besonderem Interesse an nicht gewinnorientierten Eigentumsmodellen. Sie ist Mitbegründerin der vom Community Land Trust-Modell inspirierten Stadtbodenstiftung und Mitglied des Stiftungsvorstands.Gemeinsam mit Oliver Clemens leitet er das studio CHplus.
Anne Huffschmid ist Kulturwissenschaftlerin, Autorin (Text, Fotografie, Film) und Kuratorin. Sie forscht, publiziert und lehrt zu urbanen Fragen, sozialen Erinnerungsprozessen und Materialisierungen von Gewalt, mit einem besonderen Interesse an Diskurs- und Bildforschung, audiovisueller Forschung und experimentellen Methoden, Formaten und Narrativen der Kultur- und Sozialwissenschaft. Lateinamerika, vor allem Mexiko, ist zentraler Bezugspunkt ihrer Arbeit.
Anna Jehle ist freie Kuratorin. Sie war langjähriges Vorstandsmitglied der Initiative Artists Unlimited, Bielefeld. Seit 2020 leitet sie gemeinsam mit Juliane Schickedanz die Kunsthalle Osnabrück.
Anita Kaspar ist Architektin und Gestalterin. Sie arbeitet im Bereich Architektur, Ausstellungsgestaltung und räumlicher Forschung. Germeinsam mit Jesko Fezer, Andreas Müller, Fynn-Morten Heyer und Maximilian Weydringer führt sie das Forschungs- und Designstudio Kooperative für Darstellungspolitik. Das Studio beschäftigt sich mit der Frage, wie Architektur und räumliche Gestaltung gesellschaftliche und politische Themen sichtbar machen können.
Kayoung Kim ist in kollaborativen Projekten tätig, die Gestaltung mit sozialpolitischen Prozessen verbinden. In ihrer Praxis fokussiert sie sich auf community-orientierte Initiativen in urbanen Räumen zwischen Hamburg und Seoul.
Michael Klein arbeitet an der Schnittstelle von Architektur, Kunst und Urbanismus, derzeit u. a. an der Abteilung Wohnbau und Entwerfen sowie am Fachbereich Städtebau der TU Wien, außerdem für „dérive – Verein für Stadtforschung“. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Wohnen, Geschichte, politische Theorie und Vermittlung.
Folke Köbberling ist Künstlerin und Professorin. Sie studierte Bildende Kunst und Architektur an der Kunsthochschule Kassel sowie an der Universität der Künste Berlin. Köbberling lehrt seit 2006 an verschiedenen Hochschulen wie dem Royal College of Art in London und dem ArtCenter College of Design in Pasadena. Seit 2016 ist sie Professorin am Institut für Architekturbezogene Kunst an der TU Braunschweig. Zusammen mit dem Künstler Martin Kaltwasser hat Köbberling zwischen 2002 und 2022 zahlreiche Projekte im öffentlichen Raum umgesetzt. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden wiederholt ausgezeichnet und in internationalen Ausstellungshäusern gezeigt.
Isabella Kohlhuber ist freie Medienkünstlerin und Kommunikationsdesignerin. Ihre Arbeiten thematisieren insbesondere die Rolle der Schrift und die Bedeutung von Wissen im digitalen Zeitalter. Als Partnerin von Dirck Möllmann hat sie das gesamte Projekt „Hamburg Maschine“ in seiner Entwicklung und Umsetzung von Beginn an begleitet.
Das Kollektiv Quotidien wurde 2017 von einer Gruppe von Studierenden, Künstler:innen, Forscher:innen und Theoretiker:innen des Masterstudiengangs „Spatial Strategies“ an der weißensee kunsthochschule berlin gegründet. Sein erstes Projekt war die Organisation des Symposiums „Alltageintagaus – Ein Lefebvre-Symposium über das Recht auf die Stadt“, das im MehringHof und im Club Miami in Kreuzberg, Berlin, stattfand.
Das Kollektiv Quotidien sind Victoria Claire Anderson, Elisa T. Bertuzzo, Johanna Gilje, Lin Nowicki, Uroš Pajović und Daniele Tognozzi.
Kooperative für Darstellungspolitik ist ein Studio für Ausstellungsgestaltung, das Ausstellungen als diskursive Räume begreift, deren Gestaltung gesellschaftliche Aushandlungsprozesse unterstützt. Es wurde 2008 von Jesko Fezer, Anita Kaspar und Andreas Müller in Berlin gegründet, um Fragen der Repräsentation politischer und kultureller Anliegen in der Öffentlichkeit praktisch zu erforschen. Fezer, Kaspar und Müller sind ehemalige Mitherausgeber:innen der Zeitschrift „An Architektur“ und lehren Experimentelles Design, Städtebau und Ausstellungsdesign an verschiedenen Hochschulen. Gemeinsam gestalten sie Ausstellungen u. a. für das Haus der Kulturen der Welt, Casco, Albertinum, Moderna Museet, documenta 14, SESC Pompeia, die neue Gesellschaft für bildende Kunst, den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Bergen Kunsthall, SAVVY Contemporary, das Goethe-Institut und die Biennale Venedig.
Linda Lackner ist Architektin und Architekturtheoretikerin. Sie studierte Architektur an der TU Wien und der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie war als wissenschaftliche Mitarbeiterin Teil unterschiedlicher Forschungsprojekte wie dem FWF-geförderten PEEK-Projekt „Curating the Urban“ (2017–2019) und war als Redaktionsassistentin bei ARCH+ tätig. Sie ist Mitglied des interdisziplinären Vereins „Team Wien – Initiative für gemeinschaftliche Stadtentwicklung“. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Fragestellungen wie Sichtbarkeit, Ein- und Ausschlussmechanismen sowie der Manifestierung von Ideologien und Vergangenheitspolitiken mittels Architektur und Stadtplanungsmaßnahmen.
Heimo Lattner studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien und am Whitney Independent Study Program, NY. Mitbetreiber des Projektraums General Public Berlin (2005–2015). Seit 2015 Redaktionsmitglied der Berliner Hefte zur Geschichte und Gegenwart der Stadt und Co-Hrsg. von Ibid. – szenische Lesungen aus Dokumenten der Berliner Stadt-und Kunturpolitik. Seit 2017 Forschung zum Thema Autonomie und Funktionalisierung an der UdK Berlin. Lehrauftrag am Institut für Geschichte und Theorie an der Weißensee Kunsthochschule Berlin (2017–2018).
Oliver Leistert ist Medienwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Mediendynamik und gesellschaftlicher Wandel. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Zusammenhang von Medienwandel und Klimawandel, sowohl aus gesellschaftlicher als auch aus ökologischer Perspektive. Mit seiner Dissertation zur Auswirkung von Überwachung auf soziale Bewegungen in verschiedenen Ländern gewann er 2014 den Surveillance & Society Book Award. Seit 2024 ist er Universitätsassistent an der Universität Innsbruck am Institut für Medien, Gesellschaft und Kommunikation.
Silvan Linden ist Architekt und Mitherausgeber der fortlaufenden Reihe „AG – Architektur in Gebrauch“ (adocs 2021), einem 2014 ins Leben gerufenen Architektur-Zine, in dem Konzepte des „Gebrauchs“ als ästhetische Kategorie untersucht werden, die die Entwicklung und Transformation architektonischer Räume prägt. Linden war Gastprofessor an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, er lehrte an der Greenwich University in London und an der Technischen Universität Braunschweig. Derzeit ist er als stellvertretender Professor für Integrative Forschung zu Typologien in Architektur und Städtebau an der Technischen Universität Berlin tätig.
Diana Lucas-Drogan ist Architektin und Künstlerin. In ihren künstlerischen Arbeiten zeichnet und performt sie die kulturellen und politischen Raumcodes in kritischen Kartierungen und reflektiert performative ethnografische Methoden der Darstellung des Forschungsfeldes. Sie hat u. a. an der TU Braunschweig (GTAS) gelehrt und leitete das kommunale Referat für Stadtplanung, Wirtschaftsförderung und Baurecht in Waren/Müritz. Zurzeit leitet sie das Digital Innovation and Learning Lab an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde.
Annette Maechtel lebt und arbeitet als selbständige Kuratorin, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Dozentin in Berlin. Ihr Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich explizit mit Berlin als einem politischen und diskursiven Raum. Ihr kuratorischer Ansatz ist recherchebasiert, meist kollektiv und nutzt unterschiedlichste Medien und Formate – u. a. temporäre Räume, Publikationen, Spaziergänge, Radioprogramme, aber auch institutionelle Ausstellungen. 2018 schloss sie ihre Dissertation an der HGB Leipzig ab. Seit 2017 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Einstein-Forschungsvorhaben Autonomie und Funktionalisierung an der UdK Berlin, Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung.
Claudia Mareis ist Designerin sowie Design- und Kulturwissenschaftlerin. Seit April 2021 ist sie Professorin für Gestaltung und Wissensgeschichte am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2019 ist sie Co-Sprecherin des interdisziplinären Exzellenzclusters „Matters of Activity. Image Space Material“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Designgeschichte und -methodologie im 20. Jahrhundert, Wissenskulturen im Design, experimentelle Design- und Medienpraktiken, Kulturgeschichte von Kreativität und Kreativitätspraktiken sowie Design- und Materialpolitiken.
Aurelia Markwalder arbeitet mit Luise Bartels unter dem Namen „Ernst und Mund“ als freie Grafikerin und Schriftgestalterin. 2017 gründeten sie die mehrfach ausgezeichnete Werkstatt „More Impression“ in Leipzig. Seit 2024 ist sie künstlerische Mitarbeiterin für Typografie, Satz und Druck an der HGB Leipzig.
Felix Marlow studierte Architektur und Europäische Ethnologie in Hamburg und Berlin und interessiert sich für Städtebau als Teil solidarisierender Machenschaften. Als Gastwissenschaftler forschte er von 2022 bis 2024 am Lehrstuhl für Stadtanthropologie der Humboldt-Universität zu Berlin zu Modellprojekten kooperativer, gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung. Zurzeit arbeitet er im Team der Arbeits- und Koordinierungsstruktur Gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung (AKS Gemeinwohl), einer Schnittstelle zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Politik für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung.
Ralo Mayer erforscht die Formen und Zeitlichkeiten des sozialen Wandels sowie ökologische Konzepte jenseits der bröckelnden Dichotomie von Natur und Gesellschaft. Seine multidisziplinären Projekte drehen sich oft um Objekte der Weltraumforschung, den Weltraum und die Science-Fiction des Alltags, deren Geschichten er durch den facettenreichen Begriff der Handlung miteinander verwebt. Mayer präsentiert seine Arbeiten auf internationalen Ausstellungen, Filmfestivals und Konferenzen und bezeichnet sich seit 2021 stolz als „Meteoritenlecker“. Im Jahr 2024 erhielt er für sein Projekt „Plots of Un·Earthing“, das sich mit dem Umgang des Menschen mit außerirdischen Ressourcen befasst, ein Postdoktorandenstipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Ramia Mazé arbeitete als ausgebildete Designerin und Architektin in Designberatungsunternehmen und in der Unternehmensforschung in den USA und Europa. Sie leitete, veröffentlichte und stellte im Rahmen interdisziplinärer und internationaler Forschungsprojekte in den Bereichen politisch engagiertes Design, feministische Designstudien, nachhaltige Entwicklung, intelligente Materialien und interaktive Räume aus. Sie ist Professorin für Design for Social Innovation and Sustainability am London College of Communication der University of the Arts London (UAL). Von 2016 bis 2024 war sie Herausgeberin der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift "Design Issues".
Johanna Mehl arbeitet als Kulturwissenschaftlerin am Lehrstuhl für Digitale Kulturen an der TU Dresden. Als Wissenschaftlerin, Designerin und Pädagogin interessiert sie sich für Design als Wissenskultur und dessen Verflechtungen mit Umweltgeschichte, Kybernetik, Systemtheorie und Medientheorie. Sie ist Mitglied des Redaktionsbeirats des „Design+Posthumanism Network“ und Teil der Forschungsgruppe „Against Catastrophe“.
metroZones – Zentrum für städtische Angelegenheiten e.V. hat sich 2007 in Berlin als unabhängige Vereinigung für kritische Großstadtforschung gegründet. An den Schnittstellen zwischen Kunst, Wissenschaft und Politik kombiniert metroZones in seinen Projekten Ansätze der Forschung und Wissensproduktion, kulturelle und kuratorische Praxen sowie politische Interventionen. Ziel ist die öffentliche Thematisierung – und Politisierung – urbaner Belange, Alltagswelten und Konflikte. Dabei setzt metroZones auf transnationale, disziplinüberschreitende und institutionelle Kooperationen. Aktuelle Mitglieder sind: Jochen Becker (Kurator und Kritiker), Christian Hanussek (Künstler und Kurator), Anne Huffschmid (Kulturwissenschaftlerin und Autorin), Stephan Lanz (Stadtforscher und Kurator), Diana Lucas-Drogan (Künstlerin und Architektin), Oliver Pohlisch (Kulturwissenschaftler und Journalist), Katja Reichard (Buchladen Pro qm), Erwin Riedmann (Soziologe und Informatiker), Kathrin Wildner (Stadtethnologin und Verlegerin).
Eva Moldenhauer (1934–2019) übersetzte französischsprachige literarische und wissenschaftliche Texte ins Deutsche. Sie erhielt für ihre Arbeit eine Reihe von Auszeichnungen und Preisen. Im Jahr 2012 wurde sie mit dem Prix de l’Académie de Berlin für die Belebung und Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen ausgezeichnet.
Jasper Morrison ist Produkt- und Möbeldesigner. Er wurde 1959 in London geboren und wuchs in New York auf. 1982 machte er seinen Bachelor of Design an der Kingston Polytechnic Design School in London. 1984 war er an der Hochschule der Künste Berlin im Bereich Industrial Design an der Entstehung des Katalogs „Kaufhaus des Ostens“ beteiligt.
Andreas Müller arbeitet als Architekt und Ausstellungsdesigner in Praxis, Forschung und Lehre. Seiner Arbeit liegt ein Interesse für das kommunikative und transformative Potential von gestaltetem Raum zugrunde. Er entwirft und realisiert Ausstellungen als diskursive soziale Räume, in denen Bedeutung generiert, neu verhandelt, verschoben und gelegentlich untergraben wird. Er ist Mitbegründer des Forschungs- und Designstudios Kooperative für Darstellungspolitik.
Masixole Ncevu ist ein südafrikanischer Künstler und lebt in Leipzig. Seine Arbeit ist inspiriert von der immateriellen Welt, der postkolonialen Theorie und verschiedenen dekolonialen Ideologien. Masixole Ncevu integriert verschiedene Medien wie Fotografie, Film, Zeichnungen und Ton in seine Arbeit. Er nutzt die Fotografie als Werkzeug, um narrative Erkenntnisse zu gewinnen.
Object Space Agency ist eine interdisziplinäre Forschungsgruppe am Exzellenzcluster „Matters of Activity“ der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie beschäftigt sich mit aktiven Materialien und deren erfahrbaren konzeptionellen und umweltbezogenen Aspekten. Durch Ausstellungen und Sammlungen untersucht die Gruppe, wie Materialien, die zugleich stabil und vergänglich sind, ihre Aktivität in Zeit und Raum offenbaren.
Dagmar Pelger ist Architektin und Urbanistin. Sie lehrt und forscht zu Mappingmethoden als kooperativen Entwurfswerkzeugen und zu Modellen vergemeinschaftender urbaner Raumproduktion von Landschaft bis Nachbarschaft. Seit 2017 ist sie Teil der Planungskooperative coopdisco Berlin.
Sibylle Peters ist Forscherin, Künstlerin und Theaterregisseurin und lebt in Hamburg. Sie konzipiert und leitet partizipative kunstbasierte Forschungsprojekte. Sie hat in Literatur- und Medientheorie promoviert und habilitiert sich mit einer Studie über die Vorlesung als Performance. Sibylle Peters ist Mitbegründerin und künstlerische Leiterin des Fundus Theater / Theatre of Research in Hamburg (seit 2001). Zu ihren aktuellen Arbeiten und Publikationen gehören transgenerationale Live-Kunst, Performing Citizenship, Hydrarchie & radikale Seefahrt, die Kunst, viele zu sein, interspezies-Gleichheitszonen, Heterosexualität, kreative Zerstörung, Unwahrscheinlichkeitsantriebe und Paralogistik.
Sven Quadflieg studierte Design und visuelle Kommunikation an der Folkwang Universität der Künste in Essen und der Zürcher Hochschule der Künste und promovierte an der HFBK Hamburg. Er hat an verschiedenen Hochschulen gelehrt und ist derzeit Professor an der HSHL in Hamm, wo er sich vor allem mit der Gestaltung von Information und Interaktion beschäftigt. Sein Forschungsinteresse gilt den Abhängigkeiten zwischen Design und Gesellschaft, dem politischen Design und dem transformativen Design.
Oleksiy Radynski ist ukrainischer Filmemacher, Autor und Mitbegründer von Kinotron Group. Seine Filme experimentieren mit dokumentarischen Formen und Praktiken des politischen Kinos. Sie wurden auf Filmfestivals und in Ausstellungskontexten weltweit gezeigt. Gegenwärtig konzentriert sich Radynski auf die Untersuchung der toxischen Hinterlassenschaften des russischen Siedlerkolonialismus in Nordeurasien und seiner imperialen Kriege, einschließlich der laufenden russischen Invasion in der Ukraine.
Andreas Reckwitz ist Soziologe und Kulturwissenschaftler. Er ist Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Reckwitz hat maßgeblich die Entwicklung der Praxeologie als umfassende Sozial- und Kulturtheorie vorangetrieben, eine Perspektive, die auch seine einflussreichen Arbeiten zur Subjektivierung und Kreativität untermauert.
Johan Redström ist Professor für Design am Institute of Design der Universität Umeå in Schweden. Zuvor war er Studiendirektor am Interactive Institute und hatte eine Forschungsprofessur am Center for Design Research der Royal Academy of Fine Arts, School of Architecture, Dänemark. Im Jahr 2006 erhielt er den Design Studies Award, und 2009 wurde er zum Fellow der Design Research Society gewählt.
Marinus Reuter ist Fotograf, Autor und Forscher. Er forscht zu postphänomenologischer Ästhetik und Dokumentarfotografie und befragt den gemeinsamen Grund, auf dem sich das Missverhältnis zwischen sozial erweiterten Repräsentationsregimen und der singulären Setzung in Politik und Ästhetik darstellt. Im Mittelpunkt eigener Arbeiten stehen das Logistik- und Dienstleistungskapital und eine Sozialität, die von distributiven Techniken dominiert wird.
Horst Rittel (1930–1990) studierte von 1949 bis 1954 Mathematik und Theoretische Physik in Göttingen und arbeitete anschließend bis 1957 als Mathematiker und Physiker bei der Maschinenfabrik Deutschland AG in Dortmund. 1958 war er Mitarbeiter der Sozialforschungsstelle an der WWU Münster, wo er Mathematik und Soziologie studierte. Von 1958 bis 1963 unterrichtete er u. a. Methodologie, Informationstheorie und mathematische Operationsanalyse an der HfG Ulm und wurde zu einer der wichtigsten Stimmen für eine wissenschaftliche Analyse von Design. Ab 1961 war Rittel Mitglied der Studiengruppe für Systemforschung in Heidelberg sowie Initiator und Leading Scientist zahlreicher Projekte u. a. für den Deutschen Bundestag, den Bundesrat sowie die OECD. Nach der Conference on Design Methods 1962 in London war Horst Rittel eines der Gründungsmitglieder des Design Methods Movement. 1963 erhielt er einen Ruf an die University of California, Berkeley, wo er 1967 an der Gründung der Design Methods Group sowie des „DMG Journal“ beteiligt war. Von 1973 bis 1990 war Rittel Direktor und Professor am Institut für Grundlagen der Planung an der Universität Stuttgart.
Drehli Robnik ist Essayist und Theoriedienstleister in Sachen Politik, Film & Geschichte sowie Edutainer, Disk-Jockey und Musikveranstalter (Sonntag’sdisco). (Mit-)Herausgeber von Büchern zu Siegfried Kracauer, zu den X-Men und zu Männergewalt im Domestic Thriller (2022, mit Joachim Schätz). Autor von Monografien zu Anti-Nazi-Widerstand, Jacques Rancière, Kontrollhorrorkino, Pandemie-Spielfilm sowie zu populärem Kino und Politik. 2024 erschien „Flexibler Faschismus. Siegfried Kracauers Analysen rechter Mobilisierungen damals und heute“.
Jens Röhm (1968–2010) studierte Visuelle Kommunikation an der HFBK Hamburg. Er arbeitete als Musiker und Filmtonmeister und war Mitbegründer des Komponistenkollektivs Nelly Boyd, das mit Musikern wie Alvin Lucier und Phil Niblock kooperierte.
Klaus Ronneberger (1950–2025) studierte Sozialpädagogik in Würzburg und arbeitete in einem alternativen Plattenladen. In Frankfurt am Main studierte er Kulturanthropologie und europäische Ethnologie, Soziologie und Politikwissenschaft. Nach langjähriger Mitarbeit am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main war er als freier Publizist tätig. Obwohl er keine klassische akademische Karriere verfolgte, hatte Ronneberger erheblichen Einfluss auf die kritische Stadtforschung und stadtaktivistische Bewegungen. Er war Mitglied der Stadtforschungsgruppe „spacelab“, engagierte sich in Frankfurter Initiativen wie Nitribitt und Kanak Attak und war an Forschungsprojekten wie „Shrinking Cities“ beteiligt.
Michael Rottmann ist Kunst- und Medienwissenschaftler. Er studierte Kunsterziehung, Kunstgeschichte, Mathematik und Philosophie in Stuttgart, Wien und Berlin. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg sowie Kurator am mumok und der Technischen Universität Wien. Im Anschluss war er im DFG-Graduiertenkolleg „Schriftbildlichkeit“ an der Freien Universität Berlin tätig. Dort wurde er 2013 mit einer Dissertation zum Verhältnis der Kunst in New York um 1960 zur Mathematik promoviert. Er lehrte in Wien, Graz und Linz. Von 2018 bis 2022 war er Senior Researcher an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel.
Andreas Rumpfhuber ist Architekt und Theoretiker. Sein Forschungsschwerpunkt ist die sich verändernde ästhetische Praxis der Architektur in Relation zu neuen Ökonomien. Er war Gast- und Vertretungsprofessor u. a. an der Muthesius Kunsthochschule Kiel, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der TU Wien sowie an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zurzeit lehrt er am Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte der Universität Innsbruck.
Joseph Rustom ist Architekt mit dem Forschungsschwerpunkt Stadtgeschichte. In Zusammenarbeit mit libanesischen Architekturbüros leitete er mehrere Konservierungs- und Sanierungsprojekte, darunter die Omari-Moschee und das Archäologische Museum der American University in Beirut sowie das Seifenmuseum in Saida. Er lehrte Stadtgeschichte und Kulturerbe an der Fakultät für Architektur der Libanesischen Akademie der Schönen Künste. Aktuell ist er Direktor der Bibliothek der Saint-Joseph-Universität Beirut.
Sabine Bitter & Helmut Weber, die in Vancouver und Wien lebenden Künstler:innen arbeiten seit 1993 an Projekten, die sich mit Städten, Architektur sowie der Politik der Repräsentation und des Raums befassen. Sie arbeiten mit den Medien Fotografie und Video. In ihrer forschungsorientierten Praxis beschäftigen sie sich mit spezifischen Momenten und Logiken des globalen urbanen Wandels, wie sie sich in Stadtvierteln, Architektur und Alltag manifestieren. Seit 2004 sind sie zusammen mit Jeff Derksen Mitglieder des Kulturforschungskollektivs Urban Subjects.
Markus Scholz studierte in Hamburg in einem Modellstudiengang Ausländersozialarbeit, bevor er sich als Autodidakt der journalistischen Fotografie zuwandte. Erst als freier Theaterfotograf, dann als angestellter Redakteur und Fotograf der taz-Hamburg dokumentierte er das Geschehen im Großraum Hamburg. Heute ist er wieder als freier Fotograf für die Deutsche Presseagentur, dpa, im gesamten Norden der Republik tätig. Aus dem journalistischen Foto-Thema "DIE MISSION" an einem ansonsten ereignislosen Sonntagnachmittag im Jahr 1997 wurde für ihn ein mehrere Jahre andauerndes Projekt der solidarischen Begleitung und des persönlichen Lernens.
Adnan Softić ist Autor, bildender Künstler und Regisseur. Er studierte Film und Ästhetik an der HFBK Hamburg. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit historischen Themen und Fragen der Erinnerungspolitik. Als Künstlerduo „Studio Softić“, mit Nina Softić, nehmen sie an zahlreichen Multimedia-Ausstellungen im In- und Ausland teil. In den Jahren 2016/17 erhielten sie das Villa-Massimo-Stipendium in Rom.
Cornelia Sollfrank ist Künstlerin, Forscherin und Autorin. Wiederkehrende Themen ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Praxis sind digitale Kulturen, neue Formen der (politischen) Selbstorganisation, kritische Autorschaft, Ästhetik der Commons sowie techno-feministische Praxis und Theorie.
Barbara Herschel, Kaspar Jamme, Felix Künkel und Justus Schweer verbinden Erfahrungen in räumlichen Praktiken wie Architektur, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung, akademischer Lehre, der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und der öffentlichen Verwaltung. Relationale Forschung verstehen sie als einen Weg, den Raum als ein Netzwerk von Beziehungen, Dynamiken und Prozessen zu untersuchen. Mit der Gründung des Space for Relational Research versuchen sie eine kritische Forschungspraxis zu etablieren, die Zusammenhänge im Raum aufspürt, die Grenzen der Architektur hinterfragt und neue Arbeitsfelder und Kooperationen vorschlägt.
Der Speculative Space (kurz: SpecSpace) war ein experimentelles Labor am Zentrum für Designforschung der HAW Hamburg (2020–2023). Das Labor bewegte sich zwischen physischem und virtuellem Raum. In beiden spekulierten sechs und mehr hybride Designer:innen, Philosoph:innen und Künstler:innen über das rhizomatische Verhältnis von Gestaltung und Forschung. SpecSpace sind: Anke Haarmann, Alice Lagaay, Tom Bieling, Torben Körschkes, Petja Ivanova, Frieder Bohaumilitzky und Barbro Scholz.
Felix Stalder ist Professor für Digitale Kultur an der Zürcher Hochschule der Künste und leitete das Forschungsprojekt „Latent Spaces – Performing Ambiguous Data“. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Überschneidungen von kulturellen, politischen, technologischen und ökologischen Dynamiken.
Christian Stein ist Postdoktorand am Exzellenzcluster „Matters of Activity“. Mit seinem Hintergrund in Germanistik und Informatik verbindet er technische und geisteswissenschaftliche Perspektiven. Als Mitbegründer von gamelab.berlin entwickelt er unter anderem spielerische, interaktive Formate für den Wissenstransfer und forscht im Bereich der Schnittstellentheorie.
Hito Steyerl ist Künstlerin und Professorin für Aktuelle Digitale Medien an der Akademie der Bildenden Künste München. Ihre Arbeiten wurden unter anderem auf der Biennale in Venedig, im Museum of Contemporary Art, Los Angeles, und im Museum of Modern Art, New York, ausgestellt. In ihren Texten, Performances und essayistischen Dokumentarfilmen setzt sich Hito Steyerl mit (digitaler) Bilderproduktion, postkolonialer Kritik und feministischer Repräsentationslogik auseinander.
Laura Strack studierte Theaterwissenschaft, Romanistik und Literaturübersetzen in Bochum, Düsseldorf, Palermo und Tours. Heute arbeitet sie an der Schnittstelle von Theater, Text und Theorie. Sie interessiert sich besonders für (Denk-)Figuren des Gemeinsamen, für soziale Bewegungen und kritische Formen, für Theater als Ort und in verschiedenen Räumen (z. B. Stadt und Land), für künstlerische Schreibweisen der Endlichkeit und für das Übersetzen als existenzästhetische Praxis. Sie übersetzt literarische und theoretische Texte aus dem Französischen und Italienischen.
Jeremy Till ist Architekt und Autor. Er leitet das Central Saint Martins College und ist Vize-Dekan der University of the Arts London. Unter anderem veröffentlichte er die Bücher „Flexible Housing“ (2007, mit Tatjana Schneider), „Architecture Depends“ und „Spatial Agency“ (2009 und 2011, mit Nishat Awan und Tatjana Schneider). Alle drei wurden mit dem RIBA President’s Award for Research ausgezeichnet. Till kuratierte den britischen Pavillon der Biennale in Venedig 2006 und die Shenzhen Biennale of Urbanism/Architecture 2013.
Marius Töpfer beschäftigt sich mit prozessorientierter Architektur und städtebaulicher Gestaltung auf verschiedenen Ebenen. Er ist Mitbegründer von „Mikropol“, einem selbstorganisierten Nachbarschaftszentrum, sowie von „projektbüro“, einem Büro für Architektur und Stadtplanung.
Transforming Solidarities ist eine interdisziplinäre Forschungsgruppe aus Berlin. Seit 2021 arbeiten Angehörige der Technischen Universität, der Freien Universität, der Humboldt-Universität sowie der Charité – Universitätsmedizin Berlin zusammen. Die Gruppe arbeitet explorativ, inter- und transdisziplinär am Schnittpunkt zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft. Sie verbindet die Expertise sechs namhafter Forschungsinstitute in der Berliner Wissenschaftslandschaft mit Akteur:innen der Stadtgesellschaft und kulturellen Institutionen. „Transforming Solidarities“ begreift Forschung als Teil einer kollaborativen, reflexiven und vielstimmigen Produktion von Wissen und erarbeitet neue Modi der Wissensvermittlung und Wissenschaftskommunikation.
Anna Ulmer arbeitet als freie Gestalterin und Künstlerin. Nach einer Ausbildung zur Tischlerin studierte sie Design an den Kunsthochschulen in Kiel und Hamburg. Ihre Praxis entsteht kooperativ im Umfeld nachbarschaftlicher Initiativen, marginalisierter Perspektiven und urbaner Leerstellen. In Texten, Entwürfen und gemeinsam entwickelten Projekten befasst sie sich mit Fragen der Teilhabe, dem Aushandeln städtischer Räume und der Rolle von Kunst und Gestaltung darin.
Anna Unterstab studierte Experimentelles Design und Social Design an der HFBK Hamburg und der Angewandten Wien sowie Kommunikationsdesign an der Burg Halle und der MOME Budapest. Sie arbeitet aus feministischer und queerer Perspektive und veröffentlicht kritische Designtheorie. In kollektiven und lokal situierten Gestaltungsprozessen arbeitet sie interdisziplinär an der Schnittstelle von Design, Vermittlung und Kunst. Themen ihrer Arbeit sind Ermächtigung, Verletzlichkeit, Erinnerungskultur, Machtkritik, Community und Care. 2023 wurde sie mit dem German Design Graduate Award in der Kategorie „Gesellschaft und Gemeinschaft“ ausgezeichnet.
Sabine Bitter und Helmut Weber, die in Vancouver und Wien lebenden Künstler:innen arbeiten seit 1993 an Projekten, die sich mit Städten, Architektur und der Politik der Repräsentation und des Raums befassen. Sie arbeiten mit den Medien Fotografie und Video. In ihrer forschungsorientierten Praxis beschäftigen sie sich in mit spezifischen Momenten und Logiken des globalen urbanen Wandels, wie sie sich in Stadtvierteln, Architektur und Alltag manifestieren. Seit 2004 sind sie zusammen mit Jeff Derksen Mitglieder des Kulturforschungskollektivs Urban Subjects.
Rebecca Wall studierte Architektur und Urban Design in Weimar und Hamburg. Als Urbane Praktikerin arbeitet und forscht sie an der Schnittstelle von aktivistischer, künstlerischer und planerischer Stadtproduktion. Von 2022 bis 2025 forschte sie als Gastwissenschaftlerin am Lehrstuhl für Stadtanthropologie der Humboldt-Universität zu Modellprojekten kooperativer, gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung.
Anna-Lena Wenzel ist Autorin und Künstlerin. Nach ihrem Studium der Angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg promovierte sie zum Thema „Grenzüberschreitungen in der zeitgenössischen Kunst“. Sie betreibt das Online-Magazin „99% Urban“ und moderiert den monatlichen „Radio-Salon für den Alltag“.
Kathrin Wildner ist Stadtforscherin und nutzt ethnografische und künstlerische Methoden – Gehen, Hören, Mapping –, um die „Produktion der Stadt“ zu erforschen und so die vielschichtigen Beziehungen zwischen Planung, Wahrnehmung und Nutzung urbaner Räume zu verstehen. Sie lehrt an internationalen Universitäten und ist als Mitglied von metroZones – Zentrum für Stadtforschung an einer Vielzahl interdisziplinärer Publikationen, Ausstellungen, Workshops und anderer performativer Vermittlungsformate beteiligt. Seit 2023 ist sie als Herausgeberin beim unabhängigen adocs Verlag Hamburg tätig.
Clemens Winkler ist Professor für Neue Medien an der HfS Ernst Busch Berlin und Designforscher am Exzellenzcluster „Matters of Activity“. Seine Faszination gilt der Verletzlichkeit und Widerstandsfähigkeit von Materialität sowie dem menschlichen Wunsch, die Umwelt zu kontrollieren. Er hat international ausgestellt und unter anderem am Royal College of Art, London, sowie am MIT Media Lab studiert.
Paola Yacoub führte als Künstlerin und Architektin ihre ersten Experimente mit Automaten in Architektur und Fotografie durch. In Zusammenarbeit mit Michel Lasserre dokumentierte sie die Veränderungen der libanesischen Gebiete während des Krieges und in der Nachkriegszeit. Ihre Werke werden international ausgestellt, u. a. in den Kunst-Werken Berlin, auf der Biennale von Venedig, im Beirut Art Center und im Haus der Kulturen der Welt, Berlin. Von 2013 bis 2018 war sie Gründungsdirektorin des Programms ARP (Artistic Research Practices) an der Libanesischen Akademie der Bildenden Künste in Beirut.
Frauke Zabel beschäftigt sich als Künstlerin mit der Frage nach dem politischen Subjekt heute. Ihr Interesse liegt dabei auf der verkörperten Annäherung an historische, politische und künstlerische Strategien des Widerstands vor dem Hintergrund einer möglichen Dekonstruktion hegemonialer Lesarten von Geschichte(n). Sie ist seit 2018 Mitglied des Komitees des Florida Lothringer 13, eines Kunstraums der Stadt München.
Lisa Zander ist Mitbegründerin von PlanBude und Mikropol. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Demokratisierung von Planungsprozessen und der kritischen Aneignung von Raum. Im Jahr 2020 gründete sie das projektbüro, ein Büro für Architektur und Städtebau in Hamburg.