Buildings on Standby
Stitching the Post-Socialist Cityscape
Buildings on Standby beschreibt die leerstehenden Hochhäuser A–E in Halle-Neustadt als Orte mit ungewisser Zukunft, an denen die Möglichkeiten und Grenzen der Stadtplanung nach dem Sozialismus verhandelt werden. Seit mehr als 20 Jahren stehen vier der fünf Hochhäuser leer und verbleiben in einem Zustand der Bereitschaft – geprägt von zukunftsorientierter Verfügbarkeit und einem umkämpften Spannungsfeld zwischen Stilllegung und Reaktivierung.
An der Schnittstelle zwischen Akteur-Netzwerk-Theorie und ethnografischer Stadtforschung untersucht die Studie diesen Zustand in seinen zeitlichen, materiellen und politischen Dimensionen. Sie zeigt, dass Gebäude im Standby-Modus Ressourcen binden, Risiken bergen und zu Verhandlungsobjekten für Vertrauen und Verantwortung werden. Das Buch eröffnet neue Perspektiven auf schrumpfende Städte, urbane Zwischenräume und städtische Transformation – im postsozialistischen Kontext und darüber hinaus.
Der Text wird von zahlreichen Architekturillustrationen sowie einem Fotoessay von Eiko Grimberg begleitet.









