Never Mind the Nineties
Editors: Knut Ebeling, Annette Maechtel, Heimo Lattner (Hgg.)
Annette Maechtel lebt und arbeitet als selbständige Kuratorin, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Dozentin in Berlin. Ihr Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich explizit mit Berlin als einem politischen und diskursiven Raum. Ihr kuratorischer Ansatz ist recherchebasiert, meist kollektiv und nutzt unterschiedlichste Medien und Formate – u. a. temporäre Räume, Publikationen, Spaziergänge, Radioprogramme, aber auch institutionelle Ausstellungen. 2018 schloss sie ihre Dissertation an der HGB Leipzig ab. Seit 2017 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Einstein-Forschungsvorhaben Autonomie und Funktionalisierung an der UdK Berlin, Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung.
Claudia Mareis ist Designerin sowie Design- und Kulturwissenschaftlerin. Seit April 2021 ist sie Professorin für Gestaltung und Wissensgeschichte am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2019 ist sie Co-Sprecherin des interdisziplinären Exzellenzclusters „Matters of Activity. Image Space Material“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Designgeschichte und -methodologie im 20. Jahrhundert, Wissenskulturen im Design, experimentelle Design- und Medienpraktiken, Kulturgeschichte von Kreativität und Kreativitätspraktiken sowie Design- und Materialpolitiken.
Aurelia Markwalder arbeitet mit Luise Bartels unter dem Namen „Ernst und Mund“ als freie Grafikerin und Schriftgestalterin. 2017 gründeten sie die mehrfach ausgezeichnete Werkstatt „More Impression“ in Leipzig. Seit 2024 ist sie künstlerische Mitarbeiterin für Typografie, Satz und Druck an der HGB Leipzig.
Felix Marlow studierte Architektur und Europäische Ethnologie in Hamburg und Berlin und interessiert sich für Städtebau als Teil solidarisierender Machenschaften. Als Gastwissenschaftler forschte er von 2022 bis 2024 am Lehrstuhl für Stadtanthropologie der Humboldt-Universität zu Berlin zu Modellprojekten kooperativer, gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung. Zurzeit arbeitet er im Team der Arbeits- und Koordinierungsstruktur Gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung (AKS Gemeinwohl), einer Schnittstelle zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Politik für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung.
Ralo Mayer erforscht die Formen und Zeitlichkeiten des sozialen Wandels sowie ökologische Konzepte jenseits der bröckelnden Dichotomie von Natur und Gesellschaft. Seine multidisziplinären Projekte drehen sich oft um Objekte der Weltraumforschung, den Weltraum und die Science-Fiction des Alltags, deren Geschichten er durch den facettenreichen Begriff der Handlung miteinander verwebt. Mayer präsentiert seine Arbeiten auf internationalen Ausstellungen, Filmfestivals und Konferenzen und bezeichnet sich seit 2021 stolz als „Meteoritenlecker“. Im Jahr 2024 erhielt er für sein Projekt „Plots of Un·Earthing“, das sich mit dem Umgang des Menschen mit außerirdischen Ressourcen befasst, ein Postdoktorandenstipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Ramia Mazé arbeitete als ausgebildete Designerin und Architektin in Designberatungsunternehmen und in der Unternehmensforschung in den USA und Europa. Sie leitete, veröffentlichte und stellte im Rahmen interdisziplinärer und internationaler Forschungsprojekte in den Bereichen politisch engagiertes Design, feministische Designstudien, nachhaltige Entwicklung, intelligente Materialien und interaktive Räume aus. Sie ist Professorin für Design for Social Innovation and Sustainability am London College of Communication der University of the Arts London (UAL). Von 2016 bis 2024 war sie Herausgeberin der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift "Design Issues".
Johanna Mehl arbeitet als Kulturwissenschaftlerin am Lehrstuhl für Digitale Kulturen an der TU Dresden. Als Wissenschaftlerin, Designerin und Pädagogin interessiert sie sich für Design als Wissenskultur und dessen Verflechtungen mit Umweltgeschichte, Kybernetik, Systemtheorie und Medientheorie. Sie ist Mitglied des Redaktionsbeirats des „Design+Posthumanism Network“ und Teil der Forschungsgruppe „Against Catastrophe“.
metroZones – Zentrum für städtische Angelegenheiten e.V. hat sich 2007 in Berlin als unabhängige Vereinigung für kritische Großstadtforschung gegründet. An den Schnittstellen zwischen Kunst, Wissenschaft und Politik kombiniert metroZones in seinen Projekten Ansätze der Forschung und Wissensproduktion, kulturelle und kuratorische Praxen sowie politische Interventionen. Ziel ist die öffentliche Thematisierung – und Politisierung – urbaner Belange, Alltagswelten und Konflikte. Dabei setzt metroZones auf transnationale, disziplinüberschreitende und institutionelle Kooperationen. Aktuelle Mitglieder sind: Jochen Becker (Kurator und Kritiker), Christian Hanussek (Künstler und Kurator), Anne Huffschmid (Kulturwissenschaftlerin und Autorin), Stephan Lanz (Stadtforscher und Kurator), Diana Lucas-Drogan (Künstlerin und Architektin), Oliver Pohlisch (Kulturwissenschaftler und Journalist), Katja Reichard (Buchladen Pro qm), Erwin Riedmann (Soziologe und Informatiker), Kathrin Wildner (Stadtethnologin und Verlegerin).
Eva Moldenhauer (1934–2019) übersetzte französischsprachige literarische und wissenschaftliche Texte ins Deutsche. Sie erhielt für ihre Arbeit eine Reihe von Auszeichnungen und Preisen. Im Jahr 2012 wurde sie mit dem Prix de l’Académie de Berlin für die Belebung und Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen ausgezeichnet.
Jasper Morrison ist Produkt- und Möbeldesigner. Er wurde 1959 in London geboren und wuchs in New York auf. 1982 machte er seinen Bachelor of Design an der Kingston Polytechnic Design School in London. 1984 war er an der Hochschule der Künste Berlin im Bereich Industrial Design an der Entstehung des Katalogs „Kaufhaus des Ostens“ beteiligt.
Andreas Müller arbeitet als Architekt und Ausstellungsdesigner in Praxis, Forschung und Lehre. Seiner Arbeit liegt ein Interesse für das kommunikative und transformative Potential von gestaltetem Raum zugrunde. Er entwirft und realisiert Ausstellungen als diskursive soziale Räume, in denen Bedeutung generiert, neu verhandelt, verschoben und gelegentlich untergraben wird. Er ist Mitbegründer des Forschungs- und Designstudios Kooperative für Darstellungspolitik.