Belgrads radikale Ränder
Vergangenheitspolitik und die postpolitische Stadt
Die serbische Hauptstadt Belgrad dient als Ausgangspunkt einer kritischen Stadtforschung, innerhalb derer gegenhegemoniale Narrative und Realitäten verhandelt werden, die ansonsten zugunsten des derzeit herrschenden neoliberalen Konsenses ausgeblendet werden.
Belgrads radikale Ränder untersucht unterschiedliche Mechanismen der Produktion von Identitäten mittels Architektur- und Stadtplanungsmaßnahmen, die sich über alle betrachteten Epochen der Belgrader Planungspolitik hinweg beobachten lassen. Dabei werden die konkreten Orte in Alt- und Neu-Belgrad, die durch ihre fundamentale Transformation besonders hervorstechen, als radikale Ränder bezeichnet: radikal, weil sie Ausgangspunkte radikal-demokratischer (Stadt-)Politik sein könn(t)en, und Ränder, weil sie am Rand oder außerhalb der hegemonialen Ordnung der Stadt angesiedelt sind und (noch) keiner Vorstellung der neoliberalen Ordnung entsprechen.










