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Philipp Goll, Oleksiy Radynski, Hito Steyerl
Rahima Gambo ist eine Multimedia-Künstlerin. Sie studierte Sozialwissenschaften in Manchester und London und Journalismus in New York City. Nachdem sie als Fotojournalistin gearbeitet hatte, kehrte sie nach Abuja, Nigeria, zurück und begann ihre künstlerische Karriere mit Videos, die in räumliche Installationen eingebettet sind, darunter Zeichnungen, Fotografien, Fundstücke und Pflanzen.
Sebastian Goldschmidtböing ist Designer und Forscher, lebt und arbeitet in Köln und Essen. Er hat einen Hintergrund als Meister des Handwerks und mehrere Jahre Erfahrung in Forschung und Entwicklung für die deutsche Automobilindustrie. Er studierte Design an der Design Academy Eindhoven (BDes) sowie an der Universität der Künste Berlin (M.A.). Er arbeitete für Designstudios wie Aldo Bakker Studio (Amsterdam) und Studioilse (London). Seit 2017 forscht, arbeitet und lehrt Sebastian Goldschmidtböing an der Fakultät für Industrielles Design der Folkwang Universität der Künste Essen.
Philipp Goll absolvierte eine Ausbildung in Medienwissenschaften, Slawistik und Europäischer Ethnologie sowie eine Promotion in Kulturwissenschaften. Er ist freiberuflicher Autor und Kulturforscher, inspiriert von künstlerischer Forschung, nicht-hegemonialen Wissenspraktiken und Tanz.
Erik Göngrich ist Künstler, Architekt und Kurator. Seine Skulpturen, Performances, Installationen, Fotografien und Publikationen reflektieren Nutzungen und Veränderungen des städtischen Raumes. Mit der Berliner Mitkunstzentrale im Haus der Statistik initiierte er eine Werkstatt kollektiver Wissensproduktion. Durch das Recyceln von Materialien, Ideen und Geschichten thematisieren seine Arbeiten Materialkreisläufe, Kunst, Öffentlichkeit und Gesellschaft in Zeiten des Klimanotstandes.
Jon Goodbun lehrt am Royal College of Art London (MA Environmental Architecture), an der University of Westminster (MSc Advanced Environmental Design) und an der UCL Bartlett (MArch). Seine Publikationen umfassen Beiträge zur ökologischen Systemtheorie, zum Raumwissen und zur Architektur des erweiterten Geistes.
Matthias Görlich ist Kommunikationsdesigner. Er ist Professor für Kommunikationsdesign/Informationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit 2000 arbeitet er mit seinem Studio im Bereich Gestaltung und Konzeptentwicklung u. a. für diverse Kunst- und Kulturinstitutionen im In- und Ausland, die UNRWA (United Nations) in Jordanien, Estudio Teddy Cruz in San Diego und Cohabitation Strategies in New York. Er ist Mitherausgeber von „Institution Building“ zu räumlichen Strategien von Kunstinstitutionen (mit Nikolaus Hirsch, Philipp Misselwitz und Markus Miessen) sowie der „Civic City Cahiers“ zur Rolle des Designs in der Entwicklung einer sozialen Stadt (mit Jesko Fezer). Im adocs Verlag ist er Mitherausgeber der Reihe „Studienhefte problemorientiertes Design“.
Justus Griesenberg ist Architekt. Als Mitarbeiter im Arbeitsgebiet Architektur und Stadt der HafenCity Universität Hamburg entwickelte er gemeinsam mit Marieke Behne und Christoph Heinemann „Kooperative Standards“ für eine situative Architektur.
Markus Grob (1952–2021) reiste 1972/73 nach Afghanistan, begann ein Studium der Islamwissenschaft (das er jedoch nicht abschloss) und reiste 1976/77 nach Ägypten. Ab 1978 studierte er Architektur in Zürich; 1984 erhielt er sein Diplom an der ETH und begann seine erste architektonische Tätigkeit mit der Sanierung des Hauses S. in Zug. Ab 1988 arbeitete er in Wien als Architekt im Büro von Adolf Krischanitz. 1996 war er Stipendiat an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart; anschließend wurde er auf den Lehrstuhl für Architektur an der HFG Karlsruhe berufen und arbeitete mit einem Architekturbüro in Zürich zusammen. Seit 1999 schuf er Bühneninstallationen für die Performancegruppe „Die Bairishe Geisha“ in München; 2001 schloss er die Sanierung eines Wohnhauses in Barcelona ab; 2004 kuratierte er die Ausstellung „Kannitverstan“ im Badischen Kunstverein in Karlsruhe; und 2008 leitete er die Sanierung eines Stadthauses in Hamburg-St. Pauli. In den Jahren 2012/13 hielt er an der Kunsthochschule Weißensee eine Wintervorlesung über das Verhältnis von Architektur, städtischem Raum und Politik in den Zeiträumen 1789 ff., 1918 ff. und 1948 ff. Veröffentlichungen: „Tun der Architektur“, Grundzüge der Architekturtheorie, Edition Solitude 1996; „Gründe, dass es eine Stadt nicht mehr geben kann“, zum Problem der postfeudalen Stadtplanung, Raketenstation Hombroich 2004.