Re/Embodied Data
Ambiguities of Knowing
Wir leben in einer Zeit umfassender Datenifizierung. Digitale Technologien ermöglichen es, immer mehr Aspekte unseres Lebens und unseres Planeten zu messen und zu analysieren, und eröffnen damit neue Formen des Wissens und Handelns. Zugleich führt diese Entwicklung häufig zu einer systematischen Abwertung von Wissensformen, die sich nicht quantifizieren oder digital verarbeiten lassen. Digitale Daten und gelebte Erfahrungen, technische Messungen und verkörperte Wahrnehmungen beruhen auf grundlegend unterschiedlichen Zugängen zur Welt.
Die Publikation untersucht das Verhältnis zwischen quantifizierbarem und erfahrungsbasiertem Wissen und greift dabei auf drei transdisziplinäre Dialoge zwischen Kunst und Wissenschaft zurück. Im Zentrum steht die Frage, wie sich diese unterschiedlichen Wissensformen artikulieren und produktiv miteinander verbinden lassen.
Das Buch dokumentiert eine eintägige Konferenz unter dem gleichen Titel, die im Juni 2024 an der Universität der Künste Berlin und der Technischen Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste stattfand. Als praktischer Ansatz wurden drei Tandems aus Forschung und Kunst zusammengebracht, die über einen längeren Zeitraum gemeinsam gearbeitet hatten, um ihre Perspektiven auszutauschen und die daraus entstehenden Mehrdeutigkeiten in offenen Diskussionen zu vertiefen.
Die versammelten Texte umfassen einleitende Statements der Mitwirkenden sowie gekürzte und redigierte Fassungen der Diskussionen.
Mit Beiträgen von Sénamé Koffi Agbodjinou, Florian Conradi, Michelle Christensen, Johannes Fritz, Ulrich Ott, Anani Dodji Sanouvi, Cornelia Sollfrank und Felix Stalder.











