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An Oral History of Picasso in Palestine

Autor:innen: Michael Baers

Im Jahr 2010 erfuhr der Künstler Michael Baers von Khaled Houranis Plan, Picassos Gemälde Buste de femme aus dem Jahr 1943 für eine Ausstellung an der International Academy of Art in Palästina nach Ramallah zu bringen. Die zweijährigen Bemühungen, die Leihgabe des Van Abbemuseums in Eindhoven zu koordinieren und die Ausstellung zu organisieren, die im Juni 2011 stattfand, wurden durch die Bedingungen der israelischen Besatzung behindert und erforderten komplizierte Verhandlungen mit Spediteuren, Versicherern, Bürokraten und Politikern.
Obwohl diese Geschichte aufgrund der Berichterstattung in der Presse und des Dokumentarfilms Picasso in Palestine von Hourani und dem Filmemacher Rashid Masharawi aus dem Jahr 2012 bekannt sein dürfte, deutet Baers’ Graphic Novel An Oral History of Picasso in Palestine darauf hin, dass es noch mehr zu erzählen gibt.
Als Ergebnis umfangreicher Recherchen erzählt dieses Werk die Geschichte der Ausstellung Picasso in Palestine neu und untersucht dabei sowohl die Entstehungsgeschichte des Projekts als auch seine Relevanz für die Frage, wie Israel seine Besatzung tatsächlich verwaltet. Baers’ Werk bietet einen differenzierten Metakommentar, der die Schnittpunkte von Modernismus, Besatzung, Staatlichkeit und Sicherheit aufzeigt und anhand der Form des Graphic Novels demonstriert, dass Narrativisierung nicht zwangsläufig eine Reduzierung der Komplexität bedeuten muss.

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