Versammlung der Mikropolitiken
In Marseille wird eine McDonald’s-Filiale besetzt und selbstorganisiert weiterbetrieben, in Hamburg wird aus einer alten Kaserne ein Ort für Kunst, Kultur und Gewerbe, ein ehemaliges Toilettenhäuschen wird zu einem selbstorganisierten Stadtteilzentrum. In Berlin entsteht aus einer über Nacht gebauten Hütte ein politischer Versammlungsort, in Málaga wird das „unsichtbare Haus“ zu einem Kulturzentrum. Solidarische Initiativen, selbstorganisierte Treffpunkte, künstlerische Interventionen, utopische Feste und soziale Architekturen sprießen aus den Lücken im Gefüge der Städte.
Mikropolitische Praxen greifen Beziehungen, Bedarfe und Interessen vor Ort auf, schaffen soziale und räumliche Fakten und unterlaufen auf diese Weise eingefahrene politische Prozesse. Die Beitragenden dieses Buches berichten, diskutieren und reflektieren darüber, was es heißt, gemeinsam die Stadt „zu durchlöchern“. Das Buch richtet den Blick auf mikropolitische Vorgehens- und Seinsweisen, die vielerorts auf die Handlungsmacht alltäglicher Beziehungen setzen und damit die Stadt von ihren Rissen her radikal verändern.
Mit Beiträgen von: Kike España, Ingo Böttcher und Barbara Niklas, Petra Barz und Liz Rech, Jesko Fezer, Jeanne van Heeswijk, L’après M und Thies Warnke, Sandy Kaltenborn, Fran Edgerley und Aska Welford, Christoph Schäfer, Lisa Zander und Marius Töpfer.







