Pro qm
Almstadtstraße 48-50
10119 Berlin
Frieder Bohaumilitzky untersucht in seinem Buch die Verknüpfung vom rechten Denken mit den Dingen. Er dokumentiert, wie sich die ambivalente Idee einer politischen Subjektivierung durch Dinge als ein umfassendes Dispositiv realisieren konnte – von abstrakten Argumentationen zeitgenössischer Philosoph:innen bis hin zu konkreten rechten kulturellen Setzungen der Gegenwart. Dabei zeigt er auf, dass essentialistische Denkmuster und autoritäre Sehnsüchte schon frühzeitig in den Diskursen präsent waren, wie dieses Denken produktiv gemacht worden ist und schließlich mit der rechten Metapolitik auf die Zivilgesellschaft angewendet wurde. Er verortet das rechte Denken nicht länger nur am Rand der Gesellschaft, sondern zeigt dessen Entstehen in ihrer vermeintlichen Mitte.
Diskussion mit Frieder Bohaumilitzky und Anke Haarmann.
