Markus Grob (1952–2021) reiste 1972/73 nach Afghanistan, begann ein Studium der Islamwissenschaft (das er jedoch nicht abschloss) und reiste 1976/77 nach Ägypten. Ab 1978 studierte er Architektur in Zürich; 1984 erhielt er sein Diplom an der ETH und begann seine erste architektonische Tätigkeit mit der Sanierung des Hauses S. in Zug. Ab 1988 arbeitete er in Wien als Architekt im Büro von Adolf Krischanitz. 1996 war er Stipendiat an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart; anschließend wurde er auf den Lehrstuhl für Architektur an der HFG Karlsruhe berufen und arbeitete mit einem Architekturbüro in Zürich zusammen. Seit 1999 schuf er Bühneninstallationen für die Performancegruppe „Die Bairishe Geisha“ in München; 2001 schloss er die Sanierung eines Wohnhauses in Barcelona ab; 2004 kuratierte er die Ausstellung „Kannitverstan“ im Badischen Kunstverein in Karlsruhe; und 2008 leitete er die Sanierung eines Stadthauses in Hamburg-St. Pauli. In den Jahren 2012/13 hielt er an der Kunsthochschule Weißensee eine Wintervorlesung über das Verhältnis von Architektur, städtischem Raum und Politik in den Zeiträumen 1789 ff., 1918 ff. und 1948 ff. Veröffentlichungen: „Tun der Architektur“, Grundzüge der Architekturtheorie, Edition Solitude 1996; „Gründe, dass es eine Stadt nicht mehr geben kann“, zum Problem der postfeudalen Stadtplanung, Raketenstation Hombroich 2004.

Name
Markus Grob