Lechts und Rinks. Eine Auseinandersetzung mit dem Design der Neuen Rechten
Studienhefte Problemorientiertes Design | Heft #11
Das Erstarken neurechter Bewegungen fordert die Designdisziplinen auf bislang ungewohnte Weise heraus. Denn der politische Erfolg der Neuen Rechten gründet sich zu wesentlichen Teilen auf gezielt eingesetzten Gestaltungsleistungen: auf effizientem Kommunikationsdesign in den sozialen Medien, auf der subversiven Ästhetisierung von Protestaktionen, auf der gestalterischen Codierung ganzer Räume und auf einer Entpolitisierung der Gestaltung insgesamt.
Die DGTF-Tagung 2019 nahm diese Entwicklungen zum Anlass, den Blick auf die Instrumente der eigenen Designdisziplinen zu richten: Was bedeutet es für Gestalter:innen, in einer Gesellschaft tätig zu sein, in der Völkisches und Nationalistisches zeichenhaften Ausdruck erlangt? In der kulturelle Identitäten beschworen werden, Ethnopluralismus zelebriert und Fremdenhass salonfähig wird?
In dieser Dokumentation wird die Rolle der Medien, die Aneignung von Räumen, die Funktion von Grafiken und Dingen sowie die Organisation von Interaktionen beleuchtet, um zu erörtern, in welchem Verhältnis Designpraktiken und neurechte Ideologien stehen.





